Artikel: Reine Männersache

Reine Männersache
Was Männerhaut braucht und was nicht: Let’s face it!
Selbstfürsorge wird auch für Männer immer mehr zur Selbstverständlichkeit. „Ich erlebe in der Beratung, dass Männer heute sehr genau wissen, was sie wollen und was ihnen guttut", sagt Elisabeth Kohrs, Inhaberin der Women Lounge in Hamburg Winterhude. „Männer interessieren sich für Hautpflege, Fitness und Ernährung und kommen mit konkreten Fragen auf uns zu. Sie wollen keinen Schnickschnack, sondern Ergebnisse sehen.“ Kein Problem!
Ein echter Unterschied
Männliche Haut ist um etwa 20 bis 25 Prozent dicker als weibliche, produziert mehr Talg, hat größere Poren und einen höheren Kollagenanteil. In jungen Jahren ist das ein Vorteil: Die Haut ist robuster, unempfindlicher gegenüber äußeren Einflüssen und zeigt erste Anzeichen der Hautalterung meist später. Doch der Vorsprung hat ein Ablaufdatum. „Zwischen dem 40. und 45. Lebensjahr kippt das Bild", erklärt Elisabeth Kohrs. „Dann verliert die Männerhaut plötzlich und merklich an Volumen und Spannkraft, deutlich schneller als bei Frauen in dem Alter. Wer bis dahin nicht vorgebeugt hat, spürt den Unterschied.“
Der erste Schritt in jedem Alter: Die Reinigung
„Einige Männer reinigen ihr Gesicht immer noch mit Duschgel. Das ist die hautpflegerische Äquivalenz dazu, einen Cashmere-Pullover bei 60 Grad in der Waschmaschine zu waschen“, sagt Elisabeth Kohrs. Duschgel ist für den Körper formuliert, nicht fürs Gesicht. Es trocknet die Haut aus, zerstört den natürlichen Säureschutzmantel und provoziert genau das, was Männer nicht wollen: unruhige, gereizte Haut.
Eine gute Gesichtsreinigung ist die Basis von allem: Sie entfernt Talg, Schweiß, Umwelteinflüsse und, bei Verwendung von Sonnenschutz, auch dessen Rückstände. Morgens reicht warmes Wasser, abends braucht die Haut eine gründliche Reinigung, um alle Rückstände zu lösen. „Ob jemand besser mit Gel, Schaum oder einem Öl klarkommt, ist eine reine Typfrage“, erklärt Elisabeth Kohrs. Gerade deshalb lohnt sich eine professionelle Hautanalyse, bevor ein Produkt im Einkaufswagen landet, das zwar gut klingt, aber nicht zur Haut passt.
Einer für alle Hauttypen ist der milde und trotzdem gründlich Reinigungsschau REVIDERM pore refining foam. Er reinigt mit einem biomimetischen Softpeeling-Effekt: Milde Aktivstoffe regulieren bereits während der Reinigung den Verhornungsprozess, verfeinern die Poren und entfernen überschüssigen Talg, ohne die Haut auszutrocknen. Seidenproteine sorgen für ein sofort glatteres Hautgefühl. Zugleich wird die Haut optimal auf die Rasur vorbereitet.
Der tägliche Stresstest
Kaum etwas beansprucht Männerhaut so regelmäßig wie die Rasur. Mit jedem Klingenstreich wird nicht nur der Bart gekürzt, sondern auch ein Teil der natürlichen Hautbarriere abgetragen. Die Folge können Rötungen, Irritationen, eingewachsene Haare oder vergrößerte Poren sein. Umso wichtiger ist eine Pflege, die die Haut beruhigt, Feuchtigkeit spendet und ihre Regeneration unterstützt.
All you need is …
„Viele Männer wünschen sich eine unkomplizierte Routine“, sagt Elisabeth Kohrs. „Das bedeutet aber nicht, dass alles in einem Produkt stecken sollte.“ Pflege und Sonnenschutz erfüllen z.B. ganz unterschiedliche Aufgaben. Während eine Pflege Feuchtigkeit spendet, die Hautbarriere stärkt und je nach Bedarf Wirkstoffe gegen Unreinheiten oder Hautalterung liefert, dient Lichtschutz ausschließlich dazu, die Haut vor UV-bedingten Schäden zu schützen.
„Eine Tagespflege, die gleichzeitig ein Lichtschutz ist, enthält aber deutlich weniger Wirkstoffe, weil die UV-Filter den Großteil der Formulierung ausmachen. Deshalb empfehle ich meist, beides getrennt zu betrachten“, sagt Elisabeth Kohrs. An Tagen im Büro mit wenig Kontakt zur Außenwelt reicht eine Feuchtigkeits- oder Anti-Aging-Pflege. Wer längere Zeit draußen verbringt oder bei einem UV-Index ab 3 unterwegs ist, ergänzt sie um einen separaten Sonnenschutz.“ Die gute Nachricht: Moderner Lichtschutz fühlt sich längst nicht mehr wie die klebrige, stark parfümierte Sonnencreme aus Kindertagen an. Leichte Gele und On-Top-Shields bilden einen unsichtbaren Film über der Tagespflege, ohne zu fetten oder die Poren zu verschließen.
Die Sonnenpflege von REVIDERM (z.B. solar skin shield SPF 30) geht über reinen UV-Schutz weit hinaus. Sie enthält Enzyme, die lichtbedingte DNA-Schäden erkennen und deren Reparatur unterstützen können. Dazu kommen Hyaluronsäure gegen Feuchtigkeitsverlust sowie antioxidative Pflanzenstoffe, die freie Radikale abfangen, bevor sie Zellschäden verursachen.
Nachtpflege – ja oder nein?
Jüngere Männer kommen häufig mit einem Produkt für morgens und abends aus (z.B. youth recovery fluid 24h von REVIDERM). Eine Augencreme ist das erste „Spezialprodukt“, das ins Spiel kommt. „Die Haut rund um die Augen ist deutlich dünner als im übrigen Gesicht und zeigt Alterungszeichen oft zuerst", erklärt Elisabeth Kohrs. Wer morgens Schwellungen, Trockenheitsfältchen oder einen müden Blick bemerkt, kann von einer speziell formulierten Augenpflege profitieren z.B. Ab etwa Mitte 30 lohnt es sich, die Nacht gezielt für Regenerationsprozesse zu nutzen. Während die Haut tagsüber vor allem Schutz benötigt, laufen nachts wichtige Reparatur- und Erneuerungsprozesse ab. Wirkstoffe wie Wachstumsfaktoren, Retinol, Peptide oder Hyaluronsäure können diese Prozesse unterstützen (z.B. growth factor cell renewal serum von REVIDERM).
Mehr als Pflege: HighTech trifft auf Männerhaut
Gute Pflege ist die Grundlage. Doch manche Ergebnisse lassen sich nur professionell erzielen, mit Methoden, die tiefer wirken, als es Pflegeprodukte allein können. In der Women Lounge werden Behandlungen deshalb gezielt auf die Besonderheiten der Männerhaut abgestimmt: ihre größere Dicke, die erhöhte Talgproduktion und die oft stärkere Belastung durch die Rasur.
Elisabeth Kohrs: „Als Einstiegsbehandlung empfiehlt sich die Mikrodermabrasion. Das kontrollierte Intensiv-Peeling mit Mikrokristallen entfernt überschüssige Verhornungen, verfeinert die Poren und bringt die Haut wieder ins Gleichgewicht.“ Gerade bei Männern mit grober Hautstruktur oder vergrößerten Poren zeigt sich oft schon nach der ersten Behandlung ein sichtbar klareres Hautbild. Gleichzeitig wird die Haut optimal auf die Aufnahme hochkonzentrierter Wirkstoffe vorbereitet.
Geht es darum, die Haut zusätzlich zu aktivieren und ihre Regenerationsprozesse anzuregen, kommt hochfrequenter Ultraschall mit 10 MHz zum Einsatz. Die Behandlung verbessert die Mikrozirkulation, stimuliert die Kollagen- und Elastinbildung und unterstützt den Abtransport von Stauungen im Gewebe. Da Männerhaut häufig kompakter ist, profitiert sie besonders von der verbesserten Wirkstoffaufnahme. Der Teint wirkt frischer, klarer und spürbar vitaler, ganz ohne Ausfallzeit.
Für langfristige Strukturverbesserungen ist das Micro-Needling die Königsdisziplin. Ultrafeine Nadeln setzen gezielte Mikroimpulse in der Tiefe der Haut und regen dort die Neubildung von Kollagen an. Das Hautbild wirkt glatter, die Poren feiner und die Haut insgesamt straffer. Weil Männerhaut dicker und widerstandsfähiger ist, spricht sie auf diese Form der Kollagenstimulation oft besonders gut an.
Alle Behandlungen beginnen in der Women Lounge übrigens mit einer computergestützten Hautanalyse und einem persönlichen Beratungsgespräch. „Wir schauen uns genau, was die Haut braucht und was nicht. Gute Hautpflege hat wenig mit Eitelkeit zu tun“, sagt Elisabeth Kohrs. „Sie ist Teil eines bewussten Umgangs mit sich selbst. Und genau das gewinnt für viele Männer heute an Bedeutung."
